2003-12-01

--- Einer der angegebenen Hauptgr�nde f�r die EU, f�r viele Milliarden ein eigenes Satellitennavigationssystem unter dem Namen Galileo in Konkurrenz zum US-dominierten GPS aufzubauen, war die Unabh�ngigkeit gegen�ber dem Pentagon und dem Wei�en Haus. Das GPS-Signal sollte nicht mehr global unbrauchbar gemacht werden k�nnen, sobald das US-Milit�r dies f�r angemessen erachtet. Daher w�hlten die Galileo-Strategen f�r ihr System dieselbe Frequenz, auf der auch GPS basiert. Das war den Amerikanern seit langem ein Dorn im Auge, da sie nach der absoluten Dominanz im Weltraum (und nat�rlich nicht nur da) streben. selbst US-Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz schrieb b�se Briefe an die EU. Denn in diesem Falle h�tten sie Galileo -- etwa in Krisenzeiten -- nicht blockieren k�nnen, ohne GPS auch zu behindern. Nun ist die EU aber anscheinend eingeknickt, wie die Tagesschau berichtete. N�heres dazu auch bei Telepolis. Wie die Milliardeninvestitionen nun �berhaupt gerechtfertigt werden k�nnen, ist die gro�e Frage. Ins Feld f�hren k�nnte man auf jeden Fall noch, dass die Amis und ihre Geheimdienste bei Galileo zun�chst keinen Zugriff auf die Nutzerdaten h�tten. Aber sicher lassen sich auch da Mittel und Wege finden. Gute News f�r Galileo dagegen auf einer anderen Ebene: Indien will nach China nun auch dem System beitreten.