2003-11-20

--- Was waren das noch f�r sch�ne Tage f�r die Propagandastellen des Pentagons, als die "embedded journalists" beeindruckende Werbebilder f�r das US-Milit�r auf allen Kan�len verbreiteten. Doch aus der dynamischen Story vom Marsch auf Bagdad ist ein erm�dendes Hin und Her, ein Imkreisdrehen geworden, die das Fernsehen beim besten Willen nicht zu einer packenden Geschichte spinnen kann", berichtet die S�ddeutsche Zeitung im Feuilleton. "Voller unausgesprochener Selbstzweifel, nachdem sie im Fr�hjahr noch die fadenscheinigsten Propagandastorys verbreitet haben, sind die amerikanischen Medien heute nachdenklicher geworden. Das patriotische Hyperventilieren ist vorbei, die Flaggen sind ebenso von den Bildschirmen verschwunden wie die rei�erischen Trailer.

Und ein passendes Beispiel hat die SZ auch parat, aus der New York Times vom Sonntag: Neben der dreizeiligen Schlagzeile zu den 17 Soldaten, die bei dem j�ngsten Absturz der beiden Hubschrauber ums Leben kamen, zeigte die Titelseite den 20-j�hrigen Robert Acosta, der Klimmz�ge an einem Turnger�t machte � seine rechte Hand ersetzt durch einen Stahlhaken. Darunter waren zwei Beinamputierte beim Kegeln zu sehen. Sie sehen nicht aus wie die s��e Jessica Lynch, die derzeit �ber die Talkshow-B�hnen humpelt, als habe sie sich beim Snowboarden das Knie verstaucht. Die �Verletzten� des Pentagon ��das Wort �verwundet� kommt in den offiziellen Pressemeldungen und daher auch in den meisten Zeitungsberichten nicht vor � sind zum gro�en Teil Kr�ppel, deren Memoiren nie jemand schreiben wird.