2003-11-25

cover --- Volle Deckung, Mr. Moore: Michael-Bashing in der FTD: Der Starautor, der gerade durch Deutschland tourte und dessen neues Buch inzwischen auf der Spiegel-Bestseller-Liste auf Platz zwei steht, sei keine Gefahr f�r Bush sondern mache dem sogar das Regieren leicht, schreibt Wolfgang M�nchau. Das Problem sei, dass Moore selbst ein v�llig unf�higer politischer Beobachter ist, der seine Leser an der Nase herumf�hrt. Sein neues Buch enth�lt eine Reihe von Detailfehlern. � Moore ist von dem Geschehen und den Akteuren viel zu weit entfernt. Und f�r jemanden, der sich mit dem politischen Amerika auseinander setzt, wei� er zu wenig. Sein gesamtes Wissen kommt aus Zeitungsartikeln oder Umfragen. Das mag unterhaltend sein, ist aber keine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Frage: Warum ist Amerika so konservativ geworden? � Es ist eine Sache, Bush zu verachten, eine v�llig andere, ihn zu untersch�tzen. � Hier liegt das gr��te Problem mit Michael Moore aus europ�ischer Sicht. Er suggeriert, dass die Mehrheit der Amerikaner im Grunde genau so denkt wie die Europ�er. Und das genau stimmt nicht. Seine Leser werden die Welt nicht mehr verstehen, wenn Bush trotz seiner angeblich so katastrophalen Bilanz im kommenden Jahr wieder gew�hlt wird.