2003-10-21

--- W�hrend die New York Times vor dem Abflug George W. Bushs zum Apec-Treffen noch meinte, dass der US-Pr�sident dort schon abgeschrieben sei, gelingt es diesem doch letztlich, das _Wirtschafts_treffen in eine _politische_ Kundgebung gegen den internationalen Terrorismus umzum�ngen. Die Welt beschreibt den gefunden Dreh:

Bush schl�gt heftig die Werbetrommel f�r seinen Anti-Terror-Krieg, w�hrend andere Apec-Mitglieder sich lieber st�rker auf das Thema Freihandel konzentrieren w�rden. ... Der US-Pr�sident nutzte dennoch die Gelegenheit, die asiatischen Regierungen zu verst�rkter Kooperation bei der Bek�mpfung des internationalen Terrorismus aufzurufen. Schlie�lich, so seine Erkl�rung, bedrohe der Terror auch und vor allem die regionale Wirtschaft: "Jede Nation, jede Wirtschaft, die hier repr�sentiert ist, jedes Gesch�ft, jeder F�hrer, jeder Einzelne von uns ist ein potenzielles Ziel f�r terroristische Aktivit�ten."

In den USA wird derweil die Kritik an der Linie der Medien (und der Regierung) w�hrend des Irak-Kriegs immer lauter, wei� ebenfalls die Welt. Von einem beunruhigenden Trend zur Heimlichtuerei die Rede und die Beziehung zwischen den Medienmachern und dem US-Regierungsoberhaupt wirkt deutlich unterk�hlt.

"Wir k�nnen uns auf Dauer nicht vor der Erkenntnis r�cken, dass wir Unrecht hatten", sagt Michael Wolff, ein renommierter US-Medienkritiker. "Die Politiker haben gelogen, und die Journalisten haben die falschen Fragen gestellt. Es ist Zeit, die Verantwortung f�r diese Fehler zu akzeptieren." Noch deutlicher wird in dieser Diskussionsrunde zwischen ausl�ndischen und amerikanischen Reportern in New York der Kollege aus England. Die Amerikaner, sagt "Guardian"-Korrespondent Gray Younge, h�tten offenbar "eine nationale Verpflichtung gef�hlt, mit dem Denken aufzuh�ren".