2003-10-20

--- Madeleine Albright, die als resolute Au�enministerin 1999 die f�hrende Kraft hinter dem H�henfeldzug der NATO gegen Jugoslawien war, spielt in einem in der Welt abgedruckten Interview das Unschuldslamm.

Fairerweise muss man zugeben, dass es schwer ist, eine Demokratie dazu zu bewegen, Krieg zu f�hren. Das wusste schon Franklin�D. Roosevelt. Sicher, man braucht dazu eine klare Zielsetzung. Wenn man will, dass die �ffentlichkeit dem Kurs der Regierung folgt, muss man aber auch ehrlich bleiben.

Nat�rlich kann sie sich darauf berufen, dass die Bush-Administration mit den Neocons den Irak-Krieg noch fadenscheiniger eingef�delt hat als sie im Fall Kosovo. Ganz so gro� sind die Unterschiede aber nun auch wieder nicht, zumindest, was die Verdrehung der Wahrheit im Vorfeld der beiden Kriege angeht. Zumindest in einer Beziehung spricht die Ex-Ministerin aber Klartext:

In den meisten F�llen ist es tats�chlich so: Geheimdienstinformationen sind nicht gut genug, um Pr�ventivaktionen zu rechtfertigen. Meine eigene Erfahrung besagt, dass Nachrichtendienste nie eine definitive Antwort geben k�nnen. Es bleibt den Politikern �berlassen, Schlussfolgerungen zu ziehen.